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Bergrennen Hauenstein

Das traditionsreiche Bergrennen in der bayerischen Röhn feiert seine 50. Veranstaltung. Die Strecke befindet sich in einer tollen landschaftlichen Gegend, eingebettet zur Landesgrenze nach Thüringen. Wir waren sehr gespannt auf diese Veranstaltung, den der Kurs zählt vom Layout als Motorenstrecke. Nach dem Start zur ersten Kehre geht es erstmal gerade den Berg hinauf und vor dem Bermspunkt steht der Messpunkt für die Höchstgeschwindigkeit. Auch sehr schnelle Kurvenkombinationen machen die Strecke zu einer Herausforderung.

Das Teamzelt musste diesmal nicht ausgepackt werden, wir hatten eine Doppelgarage als Box bezogen. Mit einem großen Vorplatz hatten wir viel Platz zur Verfügung. Der Freitag endete wieder gemütlich mit grillen und einem Absacker im Festzelt.

Der Samstag begrüßte uns mit einem tollen Wetter. Regenreifen waren kein Thema. Auch die Frirma Spiess war wieder vor Ort um Support und Unterstützung zu leisten. Ein IG Mitglied reiste mit dem Wohnwagen an um direkt an der Strecke zu kampieren, so konnte die Familie das ganze Geschehen hautnah verfolgen. Auch sonst war die Begeisterung für den Sport bei den Zuschauern groß. Zudem begeistert der Spiess Scirocco immer wieder aufs neue. Das tolle Technik Paket sorgte für einige staunende Blicke, das sehr sauber und appetitlich unter der Haube verpackt ist.

Ab 9 Uhr ging es auf die Zeitenjagt. Ungewöhnlich viele Zwischenfälle zogen das ganze in die Länge. Der erste Lauf endete für Erwin mit einer 1:59.322 Das bedeutet die schnellste Zeit der Klasse. Zum zweiten Lauf wurde eine andere Reifenmischung verwendet und Erwin brannte 1:56.641 in den Asphalt. Das ist die schnellste je gefahrene 1600er Zeit in Hauhenstein !

Durch die Verzögerungen gab es nur zwei Trainingsläufe. Das Auto wurde frühzeitig für den Rennsonntag hergerichtet. Gut gelaunt endete der Tag mit reichlich Essen und dank des Festzeltes blieb keine Kehle trocken

Sonntag der Blick aus dem Hotelfenster dämpfte erstmal die Laune, Regen. Aber die Konditionen sind für alle gleich. Mit dem Frühstück gestärkt ging es an die Rennstrecke. Der Regen ließ nach, vielleicht trocknete die Strecke ab. Angekommen im Fahrerlager ließ der Regen immer weiter nach bis es schließlich aufhörte zu regnen. Zudem war es warm, was ein schnelles Abtrocknen der Strecke vermuten ließ. Die Infos von den einzelnen Streckenabschnitten hieß trocken mit vereinzelten feuchten Stellen, die aber weiter abtrockneten.

Um auf alle Unwägigkeiten gewappnet zu sein packten wir den Alltagsgolf mit verschiedenen Reifensätzen um den Scirocco zum Vorstart zu begleiten. Der Scirocco wurde mit Slicks bestückt. Pünktlich ging es in den Vorstart zum ersten Rennlauf. Es gab aber schon zeitnah eine Unterbrechung, die sich in die Länge zog. Das Wetter wurde immer besser, bzw. wärmer. Erwin entschied sich eine andere Slick Mischung zu montieren. Also schnell den Golf ausgeladen und die Reifen wechseln. Staunende Blicke der Mitbewerber verfolgten das Geschehen. Rechtzeitig vor Ende der Unterbrechung war die ganze Aktion erledigt.

Die Uhr blieb nach dem ersten Rennlauf bei 1:58.914 stehen, ein breites Grinsen und die Siegesfaust liesen ersten Emotionen zu. Dies bedeutet die Führung. Zum zweiten Rennlauf war die Strecke komplett trocken. Gespannt verfolgten wir den zweiten Run an der Jopp Kurve. Tolle Kulisse wenn Erwin mit dem brachialen Sound des Spiess Motors die lange Gerade hochkommt, die Kurve gut erwischt und die Gänge des Sadev Getriebes bis in den sechsten Gang durchzieht, toll zu geniesen mit Gänsehaut, einfach herrlich. Zudem zeigte die Geschwindigeitsanzeige vor der Jopp Kurve 151 km/h an. Ein fantastischer Wert der zeigt wie brachial gut der Spiess Motor geht ! Man darf nicht vergessen das Erwin keinerlei elektronischen Anfahrhilfen hat wie manche Mitbewerber !

Dann die Durchsage der Zeit, eine 1:56.449, ja der Wahnsinn, da dürfen die Emotionen schon mal raus in Form eines lauten Schreies und der doppelten Siegesfaust, was für eine Fahrt. Nun ist auch offiziell der 1600er Streckenrekord mit einer neuen fantastischen Zeit auf ein neues Niveau gehoben.

Gegen Mittag kam noch ein kurzer Regenschauer, aber rechtzeit zu Beginn des dritten Durchgangs der 1600er war die Strecke wieder trocken. Zur Sicherheit falls das Wetter sich dreht durfte der Alltagsgolf mit Reifen beladen mit in den Vorstart, aber es musste nichts gewechselt werden. Bei guten trockenen Wetter brennte Erwin nochmal eine “56er” Zeit in den Aspahlt, eine 1:56.890

Das bedeutete ein wichtiger Klassensieg und Gesamtrang 5 bei den Tourenwagen !

Glückwunsch Erwin zu dieser unglaublich tollen Leistung !